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Ich werde nachfolgend
die wesentlichen Rassemerkmale aufführen, möchte aber vorab,
einige meiner Gedanken zum Gebrauchshund Dobermann
los werden.
Als Louis F.
Dobermann ( 2.1.1834 - 9.6.1894) die Zucht des Dobermanns begann,
war das erklärte Ziel einen Hund zum Zwecke der Bewachung und zum
Schutz von Personen und Güter zu züchten.
Dieses Zuchtziel
wurde über Jahrzehnte weiter verfolgt mit dem Ergebnis, dass der
Dobermann bei u.a. Polizei und Militär sehr gerne eingesetzt
wurde. Der Dobermann zählt damit zu einer der ersten und ältesten
Diensthunderasse in Deutschland.
Mit dem Beginn der
Popularität von Hundeausstellungen wurde dieses Zuchtziel bei so
manchem Dobermannzüchter leider aus dem Auge verloren. Die
Gebrauchshundeeigenschaften traten immer mehr in den Hintergrund,
statt dessen wurde verstärkt auf Äußerlichkeiten gezüchtet. Immer
mehr Züchter schlossen sich diesem Weg an. Auch die Gesundheit
wurde bei so manchem Züchter - ob aus Unwissenheit oder
wissentlich - nicht so ganz erst genommen. Hauptsache der ach so
stolze Aristokrat unter den Hunderassen - der Dobermann- ist
schöööööön.
Ein weiterer
Rückschlag für den Dobermann war meiner Meinung nach, das
Kupierverbot 1998 (Rute) bzw. 1987 ( Ohren).
Deutlich zu
erkennen ist dies an den offiziellen Welpenzahlen der über den VDH
gezüchteten Dobermänner. Die Welpenzahlen gingen von 1312 (1998)
auf 860 (1999) innerhalb eines Jahres um knapp 35% zurück.
Von diesem
Rückschlag hat sich der Dobermann bis heute nicht wieder erholt.
Die Welpenzahlen pendeln seit dieser Zeit immer zwischen 700 und
850 Welpen pro Jahr.
Auch die
Kampfhundedebatte inkl. der nachfolgenden Kampfhundeliste ging
nicht spurlos an dem Dobermann vorbei. Diese Kampfhundethematik
wurde und wird gerne als Grund angeführt, um bevorzugt Dobermänner
mit weniger Härte, Kampftrieb und Dominanz zu züchten.
Mir drängt sich
bei so manchem Züchter der Eindruck auf, man möchte gerne einen
Hund züchten, der das Wesen des "Golden Retriever" besitzt, aber
das imposante Erscheinungsbild des Dobermanns hat.
Eine solche
"Degradierung" hat der Gebrauchshund Dobermann nicht
verdient.
Umso erfreulicher
empfinde ich, dass es immer noch Rassefreunde gibt die für den
Dobermann als Gebrauchshund kämpfen. Seien es die Züchter, die ihr
Augenmerk noch auf Gesundheit, Wesen und
Gebrauchshundeeigenschaften ihrer Verpaarungen richten ohne
sich dabei selber zu belügen , oder auch die rassetreuen
Hundeportler die der Versuchung zu anderen , scheinbar leichter
Trainierbaren Rassen zu wechseln, standhaft wieder stehen.
Ihnen allen
gebührt mein Respekt, für die Bereitschaft einen Weg zu gehen, der
holprig und lang ist.
Ich bin mir jedoch
sicher, er wird es uns danken, denn er hat es verdient, dass man
ihm treu bleibt, dem GEBRAUCHSHUND DOBERMANN
Selbstverständlich
sollten unsere Dobermänner möglichst alle vorgegebenen
Rassestandarts erfüllen.
Jedoch möchte ich
an dieser Stelle besonders auf Größe und Gewicht hinweisen.
Widerristhöhe bei
Rüden : 68 - 72 cm
Widerristhöhe bei
Hündinnen : 63 - 68 cm
jeweils
Mittelgröße erwünscht !!!!!
Abweichende
Größen vom Standardmaß bis 2 cm sind durch Herabsetzung im
Formwert zu ahnden!!!!
Hunde die mehr
als 2 cm von dem Standardmaß nach unten oder oben abweichen sind
zu disqualifizieren!!!!
Gewicht Rüden
: ca. 40 -45 kg
Gewicht Hündinnen
: ca. 32 bis 35 kg
Den kompletten
Rassestandard finden Sie u. a. auf der HP des
Dobermannverein e.V. bestens beschrieben
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